Checkliste für deine Schwangerschaft – Wohlbefinden, Job und Finanzen im Griff

schwangere Frau am Laptop

Gratuliere, du bist schwanger! Vielleicht hast du das schon lange herbeigesehnt oder es ist ganz überraschend. Eines ist klar: es wird sich viel in deinem Leben ändern. Um dir den Überblick zu erleichtern, findest du hier eine Checkliste mit vielen wichtigen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt.

Bereits während der Schwangerschaft ist die körperliche Veränderung und die Vorfreude zu spüren, mit einem kleinen Baby ist der Alltag dann ganz auf den Kopf gestellt. Um dich auf diese Zeit vorzubereiten, kannst du in der Schwangerschaft schon ganz viel machen. Dein*e Partner*in sollte sich ebenso involvieren, denn es gibt einiges zu entscheiden und vorzubereiten.

Hier bei Bauch mit Köpfchen findest du bereits zu vielen Themenbereichen einen Artikel. Höchste Zeit für einen Überblick!

Wohlbefinden für Körper & Seele

Während der Schwangerschaft passiert ganz schön viel im eigenen Körper: dein Baby wächst, die Hormone spielen verrückt und nach der Geburt sollte die Rückbildung nicht zu kurz kommen. Hier bekommst du eine Übersicht über die verschiedenen Bereiche, die du bedenken solltest, damit es deinem Körper und deiner Seele gut geht:

Hebamme

Eine Hebamme bringt viele Vorteile mit sich. In Österreich ist ein einstündiges Gespräch („Mutter-Kind-Pass Beratung“) kostenlos, du kannst bei Hebammen aber auch einen Geburtsvorbereitungs– oder Rückbildungskurs besuchen und viele weitere Leistungen in Anspruch nehmen.

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“in Hebammenhänden”

Ernährung

Informiere dich, welche Lebensmittel in der Schwangerschaft zu vermeiden sind und welche deinen Körper und dein Baby besonders unterstützen. Häufig benötigen Frauen auch besonders Nahrungsergänzungsmittel wie etwa Folsäure. Informiere dich dazu bei deine*r Gynäkolog*in.

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Sport

Bewegung tut auch in der Schwangerschaft gut! Viele Frauen sind zu Beginn der Schwangerschaft müde und leiden unter Übelkeit, weshalb sich sanfte Bewegung wie spazieren gehen oder Schwangerenyoga meistens gut eignet. Im zweiten Trimester fühlen sich viele Frauen wieder fit, du solltest aber dann nicht übertreiben, sondern dennoch Acht geben.

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Yoga & Meditation

Schwangerenyoga ist meistens sanft, kräftigt aber trotzdem und hält dich so fit. Achte hier besonders darauf, dass du dich nicht zu stark dehnst, da das Hormon Relaxin deine Sehnen, Bänder und Gelenke dehnbarer macht als sonst. Fokussiere dich eher darauf, zu kräftigen und zu entspannen. Bewusste Entspannung oder Meditation ist während der Schwangerschaft besonders wohltuend, um unnötigen Stress zu vermeiden und dich optimal auf die Geburt vorzubereiten.

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schwangere Frau macht Yoga
Geburtsvorbereitung

Zusätzlich zu einem klassischen Geburtsvorbereitungskurs gibt es auch viele weitere Angebote. Sehr spannend ist auch Hypnobirthing als Vorbereitung auf eine sanfte Geburt.

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Wochenbett

Oft wird nur bis zur Schwangerschaft geplant. Denke aber schon vorab darüber nach, was dir im Wochenbett gut tun könnte. Du kannst Familie oder Freunde bitten, dir Essen vorbeizubringen oder etwas vorkochen und einfrieren und dir gesunde Lieferdienste heraussuchen. Das Wochenbett ist zur Erholung da und du solltest dich keinesfalls um Haushalt & Co kümmern!

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Rückbildung

Mit sanfter Rückbildung kann auch schon im Wochenbett begonnen werden, informiere dich hier sehr genau. Zu viel des Guten richtet mehr Schaden an, eine nicht erfolgte Rückbildung kann dir langfristig sehr zu schaffen machen. Du kannst während deiner Schwangerschaft bereits dazu recherchieren und vielleicht sogar schon passende Rückbildungskurse raussuchen.

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Beruflicher Weitblick

Auch im Job kommen einige Änderungen auf dich zu. Du musst deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft informieren und dir Gedanken über dein verändertes Leben mit Baby in Hinblick auf deinen Job machen. Folgende Punkte solltest du bedenken:

Arbeitgeber informieren

Sobald du schwanger bist, muss auch der Arbeitgeber informiert werden. So kann garantiert werden, dass alle Mutterschutzbestimmungen eingehalten werden. Es stellt aber keinen Entlassungsgrund dar, wenn du die Schwangerschaft nicht gleich meldest. Mehr Informationen dazu erhältst du beispielsweise bei der Arbeiterkammer.

Leseempfehlung
Bekanntgabe der Schwangerschaft – Arbeiterkammer

schwangere Frau telefoniert
Karenz/Papamonat

Mit der Schwangerschaft steht dir ein Kündigungsschutz zu, der sowohl den Mutterschutz als auch eine eventuelle Karenz betrifft. Eine Teilung der Karenz macht aus vielen Gründen Sinn. Wichtig ist aber, den Kündigungsschutz für Väter zu beachten, der nicht wie bei der Frau mit Bekanntgabe der Schwangerschaft eintritt, sondern erst mit der Geburt des Kindes und frühestens vier Monate vor Karenzbeginn. Auch beim Papamonat gibt es einiges zu beachten.

Leseempfehlung
Kündigungsschutz – Arbeiterkammer
Papamonat – Arbeiterkammer

Wiedereinstieg in den Beruf

Früher oder später wird es für dich wieder zurück in den Beruf gehen. Am besten bereitest du dich auch hier frühzeitig vor, denn so kannst du finanziell besser planen und erfährst früher von interessanten Projekten.

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Tipps für den Wiedereinstieg in den Beruf
Karrieretipps für Frauen – erfolgreich mit Beruf & Familie

Finanzieller Durchblick

Die finanzielle Situation ändert sich durch ein Baby oft, da man nun Verantwortung für eine weitere Person trägt und viel Neues auf einen zukommt. Beachte dabei besonders folgende Punkte:

Familienmodell

Überlege dir frühzeitig mit deinem Partner*in, welches Familienmodell für euch in Frage kommt. Zu bedenken gibt es nicht nur finanzielle Aspekte, sondern etwa auch, ob ein Elternteil dem anderen einen Ausgleich zahlen soll. Bedenke ebenso mögliche entgangene Karriere- und Gehaltsmöglichkeiten. So kannst du bereits frühzeitig eine eventuelle Pensionslücke schließen und beugst Altersarmut vor.

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3 Wege, um deine Pensionslücke zu schließen
3 Fragen für deinen finanziellen Durchblick
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Hilfe annehmen

Trau dich, Hilfe anzunehmen und überlege ruhig schon während der Schwangerschaft, womit dir geholfen ist. Eine schöne Idee ist etwa, kleine Wünsche auf Zetteln zu formulieren und diese an Familie und Freunde zu verteilen. Anstatt von klassischen Geschenken können sich hier alle nützlich machen, indem du dir wünschst, dass jemand etwa gekochtes Essen mitbringt oder eine Stillberatung organisiert. So vermeidest du auch, viele Dinge zu bekommen, die ihr gar nicht benötigt. Hilfe anzunehmen und Perfektionismus abzulegen, ist auch die Empfehlung der meisten Frauen, die ich für den Kopf des Monats befragt habe.

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Kopf des Monats – Tanja von die Handletterei
Kopf des Monats – Katharina Rainer Trawöger
Kopf des Monats – Christine Stiessel
Kopf des Monat – Lisi Molzbichler

Finanzieller Ausgleich

Wenn ein Elternteil den Großteil der Elternzeit übernimmt, solltet ihr unbedingt über einen finanziellen Ausgleich nachdenken. Frauen sind in Österreich noch immer stark von Altersarmut betroffen, da sie sich in den meisten Fällen um die Kinderbetreuung kümmern und dafür mehr Karenzzeiten und Teilzeitarbeit nachgehen. Das muss sich ändern! Bis dahin solltest du dich selbst um das Füllen deiner Pensionslücke kümmern.

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Babyausstattung

Wenn der Nachwuchs erstmal unterwegs ist, decken sich viele Menschen gleich mit Unmengen Babysachen ein. Das ist auch absolut verständlich, ein Innehalten lohnt sich aber. Viele Gegenstände bekommst du zu sehr günstigen Preisen secondhand oder du fragst bei Freund*innen und Bekannten nach. Damit sparst du eine Menge Geld, die Gegenstände sind aber oft noch kaum gebraucht und neuwertig.

Oft weiß man auch noch gar nicht, was man alles genau benötigt, konzentriere dich also auf ein paar essenzielle Gegenstände. Noch etwas dazu kaufen kannst du immer noch. Du kannst auch eine Wunschliste anlegen und verteilen, das ist oft auch bei lokalen Geschäften wie etwa bei Wunschkind möglich.

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6 Spartipps für die Babyausstattung

Private Krankenversicherung

Überlege vor oder während der Schwangerschaft, ob sich eine private Krankenversicherung für dich und dein Baby lohnt. Die Raten sind oft höher, wenn du bereits schwanger bist.

Sparen fürs Baby

Anstatt viel Geld in eine neue umfangreiche Babyausstattung zu stecken, profitiert dein Kind langfristig mehr von gut angelegtem Geld. So kannst du beispielsweise in ETFs investieren oder auch in Aktien, die deinem Kind Spaß machen werden, wie Disney. Achte darauf, dass das Portfolio diversifiziert ist und am besten legst du das Depot in deinem Namen an. Ansonsten kann dein Kind mit 18 Jahren darüber verfügen und im schlimmsten Fall das Geld verprassen.

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Schritt für Schritt

Mit einer Schwangerschaft ändert sich viel im Leben. Dadurch gibt es auch einiges zu bedenken. Wenn du die Checkliste durchgehst, hast du schon sehr viel im Überblick. Achte immer darauf, dass du trotzdem entspannt bleibst und nicht zu verbissen an die Sache herangehst. Im besten Fall hast du auch einen Partner an der Seite. Dieser sollte dich nicht nur unterstützen, sondern seinen Teil eigenverantwortlich übernehmen. Immerhin bekommt ihr auch gemeinsam ein Kind und habt somit die geteilte Verantwortung.

Ich wünsche dir eine schöne Schwangerschaft und hoffe dir mit dieser Checkliste einen guten Leitfaden an die Hand gegeben zu haben.

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