Mit Kräutern gesund durch den Herbst

Kräutergarten

Kopfweh oder Nervosität? Fast jede*r kennt diese oder ähnliche Beschwerden. Zum Glück ist „gegen alles ein Kraut gewachsen“. In diesem Blogbeitrag erfährst du wertvolle Tipps dazu.

Mir helfen bei solchen Beschwerden oft Kräuter. So fühle ich mich rasch wieder fit und leistungsfähig. Um mehr zu erfahren, habe ich bei Pia Eis nachgefragt, die sich damit beschäftigt und auf ihrem Blog „Gartenbäuerin“ ihr Wissen teilt. Pia bietet zudem Workshops zu verschiedenen Themen an, wie etwa zu „Wildkräuter im Garten“. Sie hat mir nicht nur ein Rezept für einen Immunbooster passend zum Herbst mitgegeben. Sondern auch spezielle Tipps für Schwangerschaft und Erfolg.

Immunbooster für den Herbst

Pia verrät mir, dass sie besonders im Herbst auf den Immunbooster „Oxymel“ setzt. Dabei handelt es sich um einen Sauerhonig, der aus simplen Zutaten besteht und einfach in der Herstellung ist. Der Immunbooster kann je nach Geschmack und Verfügbarkeit mit verschiedenen Kräutern angesetzt werden und je nachdem variiert die Wirkung auch etwas.

Die Einnahme ist besonders dann empfehlenswert, wenn du merkst, dass sich ein Schnupfen oder ähnliches anbahnen könnte. Aber auch, wenn es rund um dich schnupft und niest. Besonders mit Kindern ist das im Herbst oft schon vorprogrammiert.

Im Herbst lohnt es sich besonders, das Immunsystem zu stärken. Damit bist du gegen Erkältungsviren gut gerüstet.

„Für den Immunbooster verwende ich besonders gerne Hagebutten, Echinacea oder Kapuzinerkresse. Damit ist man bestens für den Herbst gerüstet!“ verrät mir Pia. Die Herstellung basiert auf diesem Rezept:

  • 1 Teil naturtrüber Apfelessig (am besten unpasteurisiert)
  • 3 Teile Honig
  • Kräuter nach Belieben (z.B. Hagebutten, Echinacea, Kapuzinerkresse)

Zubereitung

  1. Gib die (eventuell zerkleinerten) Kräuter in ein desinfiziertes Schraubglas.
  2. Übergieße die Kräuter mit dem Essig und dem Honig und vermische alles.
  3. Lass die Mischung circa 2 Wochen ziehen.
  4. Seihe die Flüssigkeit in ein sauberes Glas ab.
Kräuter Glas
Oxymel Glas

Anwendung

Bei Bedarf kannst du circa 3 Esslöffel pro Tag einnehmen, um dein Immunsystem zu stärken. Am besten nimmst du Oxymel eine halbe Stunde vor dem Essen aufgelöst in Wasser ein – viele empfehlen früh morgens. Als Kur kann man Oxymel täglich über drei Wochen einnehmen. Oxymel kann auch bei vielen anderen Beschwerden helfen.

Du kannst den Essig für Oxymel auch selbst herstellen. Pia hat dazu ein tolles Rezept auf ihrem Blog, das du hier findest.

Nach dem Gespräch mit Pia habe ich gleich selbst Oxymel angesetzt. Das Ergebnis siehst du auf den Bildern. Ich habe Rosmarin, Zitronenverbene und Thymian verwendet, da ich diese Kräuter in meinem Garten habe.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft solltest du bei Kräutern einiges beachten. Pia hat mir besonders diese Tipps ans Herz gelegt:

  • Verzichte weitgehend auf Bitterkräuter. Dazu zählen etwa Schafgarbe oder Beifuß. Diese helfen für gewöhnlich bei Magenschmerzen, durch ihre entkrampfende Wirkung sind sie in der Schwangerschaft nicht geeignet.
  • Wenn du stillst, solltest du auf Salbei und Pfefferminze verzichten, da diese stark abstillend sind. Falls sie in deinem Fall doch sinnvoll sind (z.B. aufgrund eines Stillstaus) berät dich deine Hebamme dahingehend. Stattdessen kannst du Fenchel, Anis und Kümmel nutzen.
Erfolg

In stressigen Zeiten können Kräuter durch ihre entspannende Wirkung dazu beitragen, wieder zu mehr Ruhe zu finden. Pia empfiehlt zu diesem Zweck Zitronenmelisse, Lavendel und Hopfen.

Da diese Kräuter dazu neigen schnell bitter zu werden, rät sie dazu, diese in einem Teefilter oder Stoffsackerl (=Stoffbeutel) bei niedriger Temperatur im Backrohr zu erhitzen und dann auf den Brustkorb in Form eines Kräuterkissens aufzulegen. Besonders wohltuend ist es, wenn du danach noch ein Kirschkernkissen auflegst.

Lass dir Zeit dafür, den geeigneten Duft für dich herauszufinden. Alles kann, nichts muss!

Eine weitere Möglichkeit sind ätherische Öle. Ein echter Stimmungsaufheller sind Zitrusdüfte. Pia rät zur Gelassenheit bei der Duftauswahl: „Nicht jede*r mag jeden Duft gleich. Rieche an unterschiedlichen (Zitrus-)düften, wie etwa Zitrone, Orange oder Grapefruit und finde heraus, was dir zusagt. Zwing dich nicht, einen Duft zu verwenden, der für etwas gut sein soll, wenn er dir nicht zusagt.“

Am Arbeitsplatz kannst du ätherische Öle beispielsweise in folgender Form nutzen:

  • Stelle eine Duftlampe oder einen Diffuser auf.
  • Um deine Kolleg*innen nicht zu stören und um diskreter zu sein, tropfe alternativ ein paar Tropfen auf ein Taschentuch und lege es auf deinen Platz. Du kannst auch ein Haargummi dafür verwenden. So hast du den Duft immer unauffällig bei dir und kannst bei Bedarf daran riechen.
  • Du solltest das ätherische Öl unverdünnt niemals auf die Haut geben. In diesem Fall solltest du auf gekaufte oder selbstgemachte Roll-Ons zurückgreifen. Ich persönlich liebe etwa bei Kopfweh meinen Pfefferminz-Roll-On.
Teatime

Tee ist nicht gleich Tee

Pia hat mir noch einen allgemeinen Tipp für alle Teetrinker*innen mitgegeben: Gieße den Kräutertee heiß auf und lass ihn zugedeckt etwa 10 Minuten stehen. Die Tropfen, die sich am Teller dadurch gebildet haben, sind wertvolle ätherische Öle. Lass diese unbedingt zurück tropfen, um die Wirkung zu verstärken. Alternativ kannst du auch ganz unelegant einfach den Deckel abschlecken.

Über die „Gartenbäuerin”

Pia lebt im Weinviertel mit ihrem Mann, drei Kindern und vielen Tieren. Als Landwirtin und Mutter bringt jeder Tag neue Abenteuer und Herausforderungen. Auf ihrem Blog „Gartenbäuerin“ teilt Pia ihr Wissen rund um Garten, Pflanzen und Rezepte. Eben alles Wissen, was man auch als Selbstversorger*in gut gebrauchen kann. Für alle, die mehr wissen wollen, bietet Pia auch Workshops in ihrem Heimatort Senning an. Es gibt aber auch Webinare, die man von überall aus ansehen kann.

Hier kommst du direkt zur Website: https://www.gartenbaeuerin.at/

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