Kopf des Monats – Meghan, Herzogin von Sussex

Meghan, Duchess of Sussex

Wohl niemand ist in den letzten Monaten und Jahren an Meghan, Herzogin von Sussex, (Meghan Markle) vorbeigekommen. Oft handelte es sich in den Boulevard-Medien um Kritik an ihrer Person, doch es lohnt sich, einmal hinter die Fassade zu blicken, welche starke Frau dahinter steht. Welche 5 Dinge können wir von Meghan lernen?

Auf den ersten Blick fragst du dich vielleicht, was du mit Meghan gemeinsam hast. Wir vergessen oft, dass hinter prominenten Frauen genauso Menschen mit Gefühlen und Zielen stehen. Auch diese plagen hin und wieder Selbstzweifel und kämpfen mit alltäglichen Problemen.

Meghan hatte nicht nur mit dem einen oder anderen Angriff aus der Presse zu tun. Sondern hat für ihren Prinzen ihr gewohntes Leben und ihren Beruf als Schauspielerin aufgegeben. Von ihrem Lebensweg und ihrer Einstellung können wir uns einiges abschauen:

1. Behalte dir deine Unabhängigkeit bei

Man könnte meinen, dass sich Meghan nach ihrer Schauspielkarriere und ihrer Ehe mit Prinz Harry keine Gedanken mehr über Geld machen muss. Das ist aber ein Trugschluss, denn man muss sich immer mit seinen Finanzen beschäftigen, wenn man seine Unabhängigkeit bewahren möchte.

Da Meghan selbst aus keinem reichen Elternhaus kommt, weiß sie auch, wie es ist mit weniger Geld auszukommen. Durch ihre vorherige Scheidung hat sie ebenfalls schon die vertraglichen und finanziellen Seiten der Ehe kennengelernt. Sie ist sich daher sicher bewusst, dass man nie weiß, was die Zukunft bringen wird.

(Finanzielle) Unabhängigkeit von anderen Menschen – insbesondere Ehemännern – sollte gerade für uns Frauen eine hohe Priorität haben. Viel zu viele Frauen landen in der Altersarmut, weil sie sich auf das Einkommen ihrer Männer verlassen.

Unabhängig zu sein ermöglicht es uns, Entscheidungen zu treffen, wie unser Leben aussehen soll. Es kann jedenfalls nie schaden, neben dem Ehemann auch ein zweites Standbein aufzubauen. Lasst uns daher nie darauf vergessen, dass wir im Fall der Fälle für uns selbst (und unsere Kinder) sorgen können sollten.

Meghan hat immer wieder auf ihren Weg gefunden, egal wie steinig dieser war.

2. Bleib deinen Prinzipien treu

Meghan setzt sich auch weiterhin für ihre Überzeugungen ein, auch wenn sie sich in gewissen Dingen dem britischen Königshaus anpassen musste. Sie setzt sich weiterhin für ihre sozialen Projekte ein und gemeinsam mit Prinz Harry haben sie ihren königlichen Status trotz aller Widerstände zurückgelegt. Auch die Umbaukosten für ihr vormaliges Cottage möchten sie zurückzahlen.

Meghan hat immer wieder auf ihren Weg gefunden, egal wie steinig dieser war. Vielen Menschen fällt es schwer zu verstehen, wieso sie sich nicht einfach entspannt zurückgelehnt hat. Das entsprach aber scheinbar nicht ihrer Vorstellung vom Leben. Außerdem bewahrt sie sich so in gewisser Weise ihre Unabhängigkeit bei.

Sie zeigt uns, dass wir – egal was von außen auf uns einprasselt – es zählt, was unsere Prinzipien sind. Auch wenn man Kompromisse eingeht, kann man seinen tiefliegenden Prinzipien treu bleiben und muss nicht immer den einfachsten Weg wählen.

3. Lass dich nicht unterkriegen

Der Gegenwind, der der jetzigen Herzogin von Sussex entgegengeweht ist, war eher ein Orkan. Ständig stand sie von allen Seiten in der Kritik. Auf der einen Seite, weil sie ihr vorheriges Leben als Schauspielerin aufgegeben hat. Auf der anderen, weil sie sich nicht genug an das Königshaus angepasst hat.

Die Liste an Kritikpunkten an ihrer Person ließe sich sehr lange fortsetzen. Auch Familienmitglieder, wie ihr Vater, haben ihr es diesbezüglich nicht immer leicht gemacht und sie sogar öffentlich diffamiert.

Meghan hat aber nicht aufgegeben, sondern weiter für ein Leben nach ihren Vorstellungen gekämpft. Denn auch der stärkste Orkan wird irgendwann schwächer. Lass dich währenddessen nicht davon mitreißen. Denke immer daran, dass es dein Leben ist und niemand das Recht hat, dir vorzuschreiben, wie genau du dein Leben führen sollst.

4. Lebe deinen Traum

Meghan wurde nicht in die goldene Wiege geboren, sondern musste sich ihre Träume selbst erfüllen. Ihre Mutter arbeitete in einem Reisebüro und ihr Vater als Lichtregisseur. Sie hat afro-amerikanische Wurzeln und wir wissen nicht erst seit der „Black Lives Matter“ Bewegung, dass es einem besonders in den USA dadurch nicht unbedingt einfacher gemacht wird.

Dennoch hat sie sich nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften und internationaler Beziehungen, durch viele kleine Jobs gekämpft. Schließlich gelang ihr der Durchbruch mit der Serie „Suits“ und sie wurde zu einer gefeierten Schauspielerin. Auch im britischen Königshaus war es bis vor kurzem unvorstellbar, eine geschiedene US-Amerikanerin als Teil der Familie zu begrüßen.

Was hätte sie wohl als 15-jährige gesagt, wenn sie gewusst hätte, dass sie nicht nur eine berühmte Schauspielerin, sondern auch Herzogin werden würde? Sicher gehört auch etwas Glück dazu, man muss diesem aber auch nachhelfen und sich in die Richtung, in die man möchte, bewegen. Ich habe dazu einmal den Spruch „Man kann auch nicht im Lotto gewinnen, wenn man nicht Lotto spielt“ gehört und finde diesen sehr treffend.

5. Ändere den Kurs, wenn er nicht mehr passt

Ob es eine leichte Entscheidung war, die königlichen Pflichten und Rechte wieder abzugeben? Vermutlich gab es viele Diskussionen, Für und Wider und verschiedene Meinungen.

Dennoch haben Meghan und Harry für sich und ihre Familie eine Entscheidung getroffen, die sehr bedeutsam war und ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt hat. Sie haben ihren Lebensmittelpunkt mit einem Baby verlagert und mit alten Traditionen und Banden gebrochen.

Manchmal ist der nach außen hin so perfekt und traumhaft scheinende Weg nicht der, der uns glücklich macht. Manchmal reicht Prinzessin sein nicht aus, wenn man viel lieber Pippi Langstrumpf sein möchte. Jede Frau darf ihre Meinung ändern, die Wegrichtung ändern und sich neu ausrichten (das gilt natürlich auch für Männer).

Schwangerschaft

Auf Meghan lastete während der Schwangerschaft ein immenser Druck der Öffentlichkeit. Trotz des großen Interesses hat sie auf ihre persönlichen Bedürfnisse geachtet.

Das offizielle royale Protokoll wurde nämlich nicht immer eingehalten. Ihre Schwangerschaft wurde über Instagram verkündet, das Baby wurde nicht gleich nach der Geburt gezeigt und auch der Name des Nachwuchs war ungewöhnlich.

Meghan hat während ihrer Schwangerschaft auch beruflich weiterhin viele Reisen und Veranstaltungen wahrgenommen. Weder Meghan noch Harry dürften sich hier allzu viel von der Familie oder der Öffentlichkeit vorschreiben lassen haben.

Meghan zeigt uns, dass es wichtig ist, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Lass dir also von niemandem einreden, was für dich gut ist, sondern finde es selbst heraus. Alles was nicht schädlich für dich oder dein Baby ist, ist erlaubt. Du kennst dich selbst am besten, also lass dich nicht zu stark von außen beeinflussen.

Erfolg

Meghan hat sowohl Theaterwissenschaften, als auch internationale Beziehungen studiert. Danach arbeitete sie einige Monate bei der US-Botschaft in Buenos Aires. Als Schauspielerin wurde sie dann zufällig bei einem Besuch in Los Angeles von einer Künstleragentur entdeckt.

Wie man an Meghans Lebenslauf sehen kann, war sie sich nicht sicher, welche Richtung sie einschlagen sollte. Da sie dann bei der Botschaft begonnen hatte, könnte man annehmen, dass sie sich für diese Laufbahn entschieden hat. Den Rest der Geschichte kennen wir ja. Oft glauben wir, dass wir uns immer sofort für eine Sache entscheiden müssen. Vielleicht sind aber in einem ersten Schritt auch mehrere Optionen möglich?

Lass dich daher nicht zu stark unter Druck setzen, denn du kannst dich auch im beruflichen Leben noch umentscheiden oder verschiedene Dinge ausprobieren.

Vielleicht hat Meghan während ihres Jobs in der Botschaft gedacht, dass sie mit dem Theaterwissenschaftsstudium gar nichts mehr anfangen kann. Danach konnte sie es jedoch wunderbar für ihre weitere Karriere nutzen.

Du kannst nie wissen, welche erlernten Fähigkeiten du später einmal wieder brauchen kannst. Rede dir also nie ein, dass etwas, was du beruflich gemacht oder studiert hast, unnötig war. Alles, was du einmal gelernt hast, kann dir niemand mehr wegnehmen!

So traumhaft Meghans Leben auf den ersten Blick erscheinen mag, so schwierig dürfte es für sie oft gewesen sein. Auch als Prinzessin ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Es war für sie bestimmt nicht immer leicht, ihren Weg zu gehen.

Meghan hat uns an vielen ihrer Wegbiegungen gezeigt, wie sie tickt und wie sie sich für ihre Überzeugungen einsetzt. Wir können uns sicher die eine oder andere Scheibe abschneiden und beim nächsten Gegenwind daran denken, wie wir den Sturm dank diesen Einblicken möglichst unversehrt überstehen.

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